Fischkauf mit gutem Gewissen!

Man hört es immer wieder, wirklich geändert hat sich aber noch nicht viel. Und doch treffen uns die Konsequenzen mit voller Wucht. Es geht um die Überfischung unserer Meere. Wie auch bei anderen Problemen die unserer Welt betreffen sind nicht nur die Menschen die Verursacher, sondern auch diejenigen die das Problem angehen können und auch müssen. Wir selbst haben es in der Hand, wie es mit dem Fischbestand in der Zukunft weitergehen wird.

Nun muss aber niemand komplett darauf verzichten Fisch zu essen. Viel mehr kommt es darauf an, den richtigen Fisch zu kaufen. Denn es liegt auf der Hand, dass nicht jede Fischart gleichmäßig bedroht ist. So ist der Verzehr von Aal, Alaska-Seelachs oder Heilbutt laut Greenpeace nicht akzeptabel, während man zum Hering, Makrele oder Karpfen beruhigt greifen kann. Das geht zumindestens aus dem Fischratgeber 2012 von Greenpeace hervor. Da sich die Bestände auf Dauer natürlich ins Positive als auch ins Negative verändern können, sollte man deshalb immer in den Fischratgeber des aktuellen Jahres reinschauen. Der Fischratgeber ist kostenlos und kann auf der Seite von Greenpeace heruntergeladen werden (siehe hier).

msc-logoNun hat man diesen Fischratgeber aber nicht immer zu Hand wenn man gerade einkaufen ist. Was also tun, wenn man dennoch gerade dann Fisch kaufen möchte? Ganz einfach, wie so bei vielem, gibt es auch beim Fischkauf ein Logo auf das man achten kann. Gemeint ist das sogenannte MSC-Logo. MSC steht dabei für Marine Stewardship Council, das unter anderem vom WWF gegründet wurde und für umweltbewussten und nachhaltigen Fischfang steht. Seit 1999 ist MSC unabhängig und wird vor allem durch Spenden und Lizenzverträge finanziert. Inzwischen kritisiert der WWF aber auch Aspekte des Siegels. So seien die Zertifizierungskriterien zu schwach und teilweise würde zu früh zertifiziert (Quelle: greenpeace.de). Dennoch ergab eine Auswertung der Auswirkungen von MSC durch 23 Wissenschaftler aus sechs Ländern, dass die MSC-zertifizierten Fischbestände sich gut erholen. So seien die Bestände im Schnitt um rund 46 % angewachsen (Quelle: http://www.taz.de/!100130/). Wer also gerade nicht den Fischratgeber zur Hand hat, der sollte auf das MSC-Logo achten. Dies ist ein blauer Fisch mit einem weißen Häkchen, daneben steht „Zertifizierte nachhaltige Fischerei MSC“. Eine Alternative/Ergänzung zum MSC-Siegel ist das FOS-Logo.

Zum MSC-Siegel und auch die Fischratgeber vom WWF oder Greenpeace gibt es inzwischen auch entsprechende Apps. Wer sich diese kostenlos auf das Smartphone herunterlädt, der ist immer auf den neusten Stand und trägt beim Kauf der empfohlenen Fische seinen Teil zum Erhalt unserer Fischbestände bei. Also mach auch du mit!


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